Plattenspieler richtig justieren


Im Regelfall werden Plattenspieler bereits vorjustiert ausgeliefert und können sofort genutzt werden. Natürlich sollte man dies nur bedingt glauben und zu Beginn etwas Vorsicht walten lassen, denn wenn man es ganz genau nimmt, muss man sagen: Das Feintuning kann erst dann vorgenommen werden, wenn der Plattenspieler am Ort Eurer Wahl aufgestellt ist.

Auch als Neuling muss man vor der Feinjustierung des Plattenspielers nicht haben. Wichtig ist, das Ihr Euch die nötige Zeit dafür nehmt und die Justierung in aller Ruhe vornehmt, etwa 30 Minuten kann der Justiervorgang schon in Anspruch nehmen, hinzu kommt noch das ein oder andere Werkzeug.

Wie stellt man nun einen Schallplattenspieler richtig ein? Zu den Teilen die aufeinander abgestimmt und justiert werden müssen gehören der Tonarm, der Tonabnehmer und die Nadel. Die Kombination aus Tonarm und Tonabnehmer ist die Grundlage für guten Klang. Nur wenn Ihr den Tonarm und den Abnehmer genau einstellt, wird der Plattenspieler einen guten Klang erzeugen und hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein günstiges oder teures Model handelt!

Wird hier nicht genau gearbeitet, kommt es zu ungleichmäßigen Abnutzungen, Verzerrungen beim Ton und unter Umständen können Platten sowie die Nadel beschädigt werden.

Der Tonarm

Zu Beginn widmet man sich dem Tonarm, diesen korrekt einzustellen ist der leichteste Arbeitsschritt. Legt einfach eine Schallplatte auf den Spieler und bewegt den Tonarm über die Schallplatte, der Plattenspieler sollte dabei nicht eingeschaltet sein. Nun schaut Ihr von der Seite, ob der Tonarm parallel zur aufgelegten Platte verläuft. In der Regel ist dies der Fall, sollte der Tonarm jedoch nicht ganz parallel zur Platte stehen, sitzt der Tonarm noch nicht korrekt, dann bitte die Führung überprüfen, sitzt der Tonarm dort korrekt, wenn ja kann an der Basis mit einem Regler oder Schraubenzieher nachgestellt werden. Wenn Ihr es hundertprozentig machen möchtet, nehmt Euch ein altes Lineal oder Geodreieck und messt den Abstand zur Schallplatte hinten am Tonarm und vorne am Abnehmer.

Der Tonabnehmer

Im nächsten Schritt geht es an die Justierung des Tonabnehmers, überprüft ob der Tonabnehmer parallel zu Schallplatte läuft und die Nadel gerade in die Rille eintaucht, eine schräge Nadel erzeugt Verzerrungen oder Abweichungen bei der Tonwiedergabe. Grundsätzlich lässt sich hier sagen das hier seltenst Fehleinstellungen zu beheben sind.

Kröpfung und Überhang

Zu guter Letzt die schwierigsten Einstellungen, und zwar zum einen die sogenannte Kröpfung und zum anderen der Überhang. Hier hilft eine Justierschablone, vielen Plattenspielern liegt solch eine Schablone glücklicherweise bei, ansonsten sind diese im Internet zu finden.

Den Kröpfungswinkel stellt man ein, indem man die Schablone nach Anleitung auflegt und den Tonabnehmer auf eine parallel verlaufende Linie, die sich auf der Schablone befindet aufgelegt, der Tonabnehmer muss dabei auf eingezeichneten Punkten aufliegen.

Der Überhang wird ebenso eingestellt, hier schaut Ihr einfach, ob die beiden eingezeichneten Punkte auf der Schablone auch parallel verlaufen, in diesem Fall ist die Nadel perfekt justiert und einem guten hochwertigen Klangergebnis steht nichts mehr im Wege.